Urkunde, Geld und einen Oskar

Lampertheimer Bürgerstiftung vergibt Courage-Auszeichnung

14.11.2012 – LAMPERTHEIM

Von Oliver Lohmann

COURAGE-AUSZEICHNUNG Bürgerstiftung belobigt Begegnungsstätte, Schülerpatenschaft und THW-Jugend

Zum vierten Mal hat die Bürgerstiftung am Dienstagnachmittag ihre Courage-Auszeichnung im Sitzungssaal des Stadthauses vergeben: an die Seniorenbegegnungsstätte, die Schülerpatenschaft „Nazanin“ und die Jugend des Technischen Hilfswerks. Alle drei Gruppen bekamen Urkunden, 400 Euro Preisgeld und zum ersten Mal einen Oscar.

Lampertheim: Courage-Auszeichnung Bürgerstiftung (Fotos: AfP Asel)

Lampertheim: Courage-Auszeichnung Bürgerstiftung (Fotos: AfP Asel)

Stiftungsratsvorsitzender Erich Maier hieß die Geehrten willkommen und erinnerte an die Ziele der Bürgerstiftung: die Gemeinschaft zu fördern und Hilfe in Bedarfsfällen zu geben. Frank-Rüdiger Kirschner, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, betonte, ein Ende der Courage-Auszeichnungen sei noch lange nicht in Sicht. Der Oscar für die ausgewählten Gruppen soll ein Blickfang werden und zu Gesprächen über die Bürgerstiftung führen.

„Schön, dass man sich in der Seniorenbegegnungsstätte für die Allgemeinheit einsetzt“, lobte Kirschner und listete einige Aktivitäten in der Alten Schule auf, die seinen Satz unterstrichen. Seniorenbeiratschef Heinz-Dieter Schäfer werde mit seinen „Freundinnen und Freunden“ in der Begegnungsstätte nicht müde, Angebote für die ältere Generation zu machen. Neben Schäfer nahmen Kurt Fetzer, Monika Krings und Wolfgang Kühn die Auszeichnung entgegen.

Die Schülerpatenschaft „Nazanin“ wurde vor zwei Jahren gegründet, um Kinder vor Schulversagen und Schulabbruch zu bewahren. „Die Mitstreiter dieser Gruppe gehen ins Elternhaus der Schüler, helfen bei schulischen Dingen, beraten aber auch bei allen Lebensfragen“, erläuterte Kirschner das ehrenamtliche Wirken von Tanja Bauer, Dorothee Becher, Anita Gutschalk, Kathrin Biereder und Stefanie Schrod. Vor allem Familien mit Migrationshintergrund nähmen das Angebot der Schülerpatenschaft an. „Die Nachhilfe endet, wenn der Schüler nicht mitmacht. Es gibt schon eine Warteliste, neue Paten sind gesucht“, sagte Kirschner und gab seiner Freude Ausdruck, dass jetzt auch in Bürstadt ein solches Projekt gegründet worden sei.

Zulauf an Jugendlichen

Der Stiftungsvorstandschef berichtete von einer beeindruckenden Übungsstunde der THW-Jugend, der er beigewohnt habe. Dort habe er gesehen, dass die jungen Menschen gut ausgebildet werden und sich für Technik begeistern. Erfreulicherweise habe das THW in diesem Jahr einen starken Zulauf an Jugendlichen gehabt, dem Ortsverband sei weiterer Nachwuchs zu wünschen.

Heinz-Dieter Schäfer dankte im Namen aller Mitarbeiter der Seniorenbegegnungsstätte für die Auszeichnung. „Niemand sagt Nein“ lobte er seine Helferschar für das ungeheure Engagement. Stefanie Schrod betonte, die Gruppe „Nazanin“ freue sich sehr über diese Wertschätzung, das sei eine Anerkennung der ehrenamtlichen Leistung. Sie dankte allen, die geholfen haben, das Hilfsprojekt zu verwirklichen, außerdem der Pestalozzischule und der Bürgerstiftung für die gute Zusammenarbeit. Martin Münd, neben Florian Hoppner Betreuer der THW-Jugend, meinte, eine ideelle Anerkennung tue immer gut. Das Preisgeld soll als Anschubfinanzierung für die Gründung einer Gruppe von Sechs- bis Zehnjährigen im nächsten Jahr genutzt werden. THW-Ortsverbandschef Robert Röhrig gratulierte seiner Jugend und dankte den Ausbildern für ihren Einsatz. Eine traurige Nachricht verkündete er auch: Am Freitag sei der langjährige THW-Kamerad Cedric Borschewski verstorben.

Zum Abschluss gab es noch eine kleine Auszeichnung: Für die Mitglieder des Gitarrenensembles der Musikschule Lampertheim, die die Veranstaltung umrahmten, hatte Kirschner Gutscheine für das Neujahrskonzert am 13. Januar mitgebracht.

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